Linksbündnis

      Original von Benjamin O Hara
      Dann definiere doch mal Gerechtigkeit!

      Jetzt wirds sinnlos.

      @Spooner: Ich glaube nicht, dass direktdemokratische Kommunen näher am Minimalstaat sind als das derzeitige System. Die waren einfach nur noch chaotisch, genau wie die "privaten Sicherheitsdienste" (in Afghanistan heißen die Chefs von solchen Vereinen Gulbuddin Hekmatyar, General Dostum etc.) nicht das Eigentumsrecht sichern, sondern ohne eine Legitimation durch Recht mithilfe von Gewalt irgendetwas schützen wollen. Das Ergebnis ist der Naturzustand nach Hobbes.
      Original von Raistlin_Majere
      Original von Benjamin O Hara
      Dann definiere doch mal Gerechtigkeit!

      Jetzt wirds sinnlos.

      Vielleicht kann ich da einspringen. Wenn man sich auf Lockes Property Rights beruft, so wird die soziale Gerechtigkeit zu einem Feind der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist der Schutz des Eigentums. Die soziale Gerechtigkeit (eigentlich müsste der Ausdruck in Guillemets) ist demnach ein Feind der Gerechtigkeit, weil sie das Eigentum (kurzfristig tatsächlich, langfristig scheinbar) verteilt und somit das Individuum beraubt.
      Diese Umkehrung von Begriffen ist ein sehr beliebtes Kalkül in der Politik. Meistens hat beispielsweise "Freiheit", wie sie die Sozialisten verstehen (nämlich die angeblich persönliche Freiheit) nichts mehr mit Freiheit zu tun, sondern ist höchstens noch falscher Individualismus, der eine freiheitliche Gesellschaft aushöhlt.
      Sonntagsfrage laut den Meinungsforschungsinstituten:

      CDU/CSU 37,7% (-5,2%)
      SPD 30,4% (+1,0%)
      Linkspartei 11,0% (=)
      Grüne 10,0% (+0,8%)
      FDP 7,9% (+3,1%)
      Sonstige 3,0% (+0,3%)

      Es käme zu folgender Sitzverteilung:

      CDU/CSU 234 (-45)
      SPD 188 (-3)
      Linkspartei 68 (-3)
      Grüne 62 (+2)
      FDP 49 (+49)

      Somit kommt es nicht mehr zu einer CDU/CSU-Koalition mit der FDP, sondern es reicht nur noch für eine große Koalition.
      Fàilte

      Benjamin O'Hara
      Meine Definition von Gerechtigkeit:

      allgemeine Gerechtigkeit:

      Ein Verhaklten eines oder mehrerer Personen im gesellschaftlichen Zusammenleben, er auf die allgemeinen Grundeinstellungen von Ethik, Philosophie und Religion beruht, und versucht den Widerspruch von dem Gleichheitsanspruch der Menschen und der realen Ungleichheit einzelner Menschen, gesellschaftlicher Gruppen oder verschiedener Völker zu beseitigen, folglich ist der Begriff Gerechtigkeit unmittelbar mit den Grund- und Menschenrechten, sowie der Selbstbestimmung der Völker verknüpft!

      Die allgemeine Gerechtigkeit unterteilt sich aber noch in:

      juristische Gerechtigkeit:

      die Zugrundelegung der Fragestellung nach der Richtigkeit des Rechtes bzw. des Urteiles im Sinne und Zwecke von Sinn, Herkunft, Wesen und Geltung und Effektivität des Rechtes bzw. des Urteiles!

      soziale Gerechtigkeit:

      Ein Leitbild einer Gemeinschaft mit dem Ziel der gerechten Güterverteilung nach den vorherrschenden ethischen Prinzipien dieser Gesellschaft, die die Gleichberechtigung aller Mitglieder dieser Gesellschaft erreichen soll, sowie die Wahrung der persönlichen Würde eines jeden Individuums in der Gemeinschaft, mit der Freiheit sich selbstbestimmt und schöpferisch betätigen zu können. Das Kapital soll also nicht zu maßlosen Profitstreben mißbraucht werden, sondern der Gesellschaft dienen und dauerhaft die sozialen und demokratischen Rechte der Bevölkerung und die Existenz, Gesundheit und Bildung der Bevölkerung sichern und Armut vermeiden, sowie eine für diese Gesellschaft angemessene Beschäftigungsquote erreichen!

      sportliche Gerechtigkeit:

      Ein ehrenhaftes und angemessenes Verhalten den Gegnern gegenüber und die Einhaltung von allgemeingültigen Regeln und Gesetzen!

      Chancengerechtigkeit:

      Das Recht auf eine gerechte Verteilung der Zugangs- und Lebenschancen, sowie das Verbot von jeglicher Diskriminierung und jegliches Vorurteil, sowie die Achtung und Einhaltung der Menschenrechte!

      Geschlechtergerechtigkeit:

      Die garantierte rechtliche Gleichheit von Mann und Frau mit dem Gebot der Gleichbehandlung der Geschlechter, und dem Verbot der Ungleichbehandlung der Geschlechter.

      Generationengerechtigkeit:

      Die Chancen und Bedürfnisse der zukünftigen Generationen, in gleicherweise zu befriedigen, wie die Chancen und Bedürfnisse der heutugen und vorangegangen Generationen!

      Steuergerechtigkeit:

      Dem Staat genügend finanzielle Mittel zur Finanzierung seiner Staatsausgaben zuzugestehen, die Steuern müssen aber das Einkommen und die finazielle Leistungsfähigkeit der Steuerzahler berücksichtigen, und finanziell und wirtschaftlich gleichgestellte müssen gleichviel Steuern zahlen, sowie finanziell und wirtschaftlich höhergestellte müssen höher belastet werden, als finanziell und wirtschaftlich tiefergestelle und das Existenzminimum muß von den Steuern befreit sein, und Kinder müssen Steuerermäßigungen bewirken und Reiche müssen besonders hoch besteuert werden, um übermäßiges Sparen zu verhindern, und Unternehmen, die die Umwelt gefährden müssen höher besteuert werden.

      Regelgerechtigkeit:

      Alle Mitglieder der Gesellschaft müssen denselben Regeln unterworfen sein!

      Ergebnisgerechtigkeit:

      Das Ergbnis das eine Gesellschaft erreicht hat, muß allen Mitgliedern gleichmäßig zugute kommen, jedoch wenn einer Mist baut, wird sein Anteil entsprechend gekürzt!

      Verteilungsgerechtigeit:

      Alle Personen verdienen eine gleiche Behandlung, wer mehr leistet,muß aber auch mehr Einkommen haben, jedoch müssen die Bedürfnisse der Personen berücksichtigt werden und Personen die nicht arbeiten können oder wollen, müssen vom Staat unterstützt werden!

      Migrationsgerechtigkeit:

      Gleichbehandlung von Einheimischen und Ausländern, der Staat muß den Ausländern die Amtssprache beibringen, und ihnen zzu lehren, wie man im Staat die gleiche Chancen hat, wie die Einheimischen!

      kulturelle Gerechtigkeit:

      Die Ermöglichung der kulturellen Selbstbestimmung der Einwohner!

      Umweltgerechtigkeit:

      Die gerechte und sorgfältige Behandlung und Schutz von Tier und Natur!

      diplomatische Gerechtigkeit:

      Die Verständigung auf zwischenstaatliche oder multinationaler Ebene mit friedlichen Mitteln zur Konfliktbewältigung mit Kompromissbereitschaft und den Willen und der Absicht die Wünsche jedes Beteiligten zu berücksichtigen!
      Fàilte

      Benjamin O'Hara
      Ohne mir jetzt den obigen Beitrag von Ben durchgelesen habe nur soviel: Da es von Gerechtigkeit einfach viel zu viele verschiedene Sichtweisen, Variationen und vor allem ganz viel blubb gibt, finde ich es unfruchtbar ohne mit nem warmen Tee (wahlweise auch Bier ;) ) darüber zu reden. Das braucht viel Zeit und bringt uns keinem Ziel näher - und zum diskutieren um der Diskussion ist mir die Tastatur zu schade.
      Da haben wir schonmal das Problem, wir haben unterschiedliche Auffassungen von Gerechtigkeit.

      Zuerstmal bin ich Christ, bedeutet ich glaube an eine göttliche Gerechtigkeit. Ich bin zwar kritischer Christ, aber dennoch glaube ich das die Menschen es nicht zu wahrer Gerechtigkeit bringen können. Der höchste Richter kann kein Mensch sein, da wir Menschen zu sehr egoistisch sind.

      Damit kommen wir gleich zum zweiten Problem: Ich habe ein eher negatives Menschenbild, wenn ich auch ein Menschenfreund bin.

      Bleiben wir bei der Gerechtigkeit.
      Gerechtigkeit lässt sich wie du bereits gesagt hast, in verschiedene Gerechtigkeiten unterteilen. Wir sprechen jetzt gerade von sozialer Gerechtigkeit.
      Ich halte es nicht für gerecht, wenn ein Selbstständiger der Steuern zahlt, einen Arbeitslosen durchfüttert, weil dieser meint der Staat würde sich eh um ihn kümmern bzw. der Staat wäre dafür verantwortlich ihm einen Job zu besorgen. Eigeninitiative ist das Stichwort.

      Ich habe schoneinmal gesagt das wir in einer knallharten Welt leben, es gibt Verlierer und Gewinner. Ich selbst war ziemlich lange auf der Verliererseite und habe dann mein Leben versucht anzupacken und was zu ändern. Jetzt arbeite ich hart daran ein Gewinner zu werden.

      In der östlichen Philosophie, ist ein Problem, ein Hinderniss nicht durch Jammern zu bewältigen, sondern nur dadurch das man es annimmt. Auch ich habe das nicht immer getan, aber ich bin bereit zu lernen das Steine die mir im Weg liegen, nunmal da sind und Jammern gar nichts hilft. Niemand wird diese Steine für mich wegräumen, es sei denn ich selbst. Oder ich akzeptiere, wie in östlicher Philosophie, den Stein als Teil meines Schicksals, eventuell auch als ein Test auf meinem Weg.

      Ich glaube das wir Menschen zwar gleich sind, aber das nicht wirklich leben. Ob nun Arm oder Reich, wir beschweren uns meist über die, die nicht auf unserer Seite stehen, das gilt für viele Bereiche.
      Meiner Meinung ist der Tod alleine, die einzige Gerechtigkeit auf Erden, denn sie trifft jeden gleichermaßen. Unter anderem darum glaube ich das wahre Gerechtigkeit nur nach dem Tod existiert.

      Mein Großvater war ein Mensch der sehr nach Gerechtigkeit gestrebt hat, mir sagen heute einige nach das ich einiges von ihm hätte. Er ist gestorben als ich gerade neun war. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher das ich einiges von ihm habe, das Interesse an Geschichte und Politik und auch die Suche nach Gerechtigkeit.

      Aber wie gesagt: Ich empfinde Ungerechtigkeit im Leben, als eine normale Sache, weil ich glaube das die Menschen für Gerechtigkeit nicht geschaffen sind.

      Die große Malesse die ich, in Punkto Gerechtigkeit, momentan sehe, ist die Ungerechtigkeit der Bildungsverteilung in Deutschland. Bildung ist Grundstein einer ordentlichen Gesellschaft, darum muss Bildung für jeden Menschen möglich sein. Dazu ist aber auch zu sagen das ich aus einer reinen Arbeiterfamilie stamme. Mein leiblicher Vater war Maler und Lackierer, als meine Mutter sich trennte und mich und meine Schwester von Sozialhilfe ernährte. Aber sie hat viel in unsere Bildung, unsere Entwicklung gesteckt. Geld, Zeit und ihre Kraft. Meine Schwester hat es leider nicht gepackt, aber ich versuche aus mir etwas zu machen. Das nennt man Eigeninitiative. Ich hatte es schwerer als reiche Kinder, ich hatte es schwerer als Kinder die zu Hause im Garten ihre Hausaufgaben machen konnten und deren Eltern abends zu Hause waren um ihnen zu helfen. Aber ich hatte Eigeninitiative und ein großes Interesse. Ich habe Bücher verschlungen, mein Hirn mit Informationen und Wissen gefüllt. Ein Psychologe hat bei mir und meiner Schwester eine Schwäche im Lernbereich gefunden, mir fällt der Name jetzt dafür nicht ein, aber das ist ein Defizit, das es noch gar nicht so lange gibt. Eine Art Konzentrations- bzw. Leistungsschwäche (aber nicht zu verwechseln mit dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom auch genannt "Zappelphillip Syndrom", das ist es nicht). Jedenfalls hatte dieser Psychologe mich mal gesehen, kurz bevor ich das Studium gekippt habe. Er sagte es wäre grandios das ich Fachabitur habe, das ich studiere,....das wäre für ein Kind mit diesem Syndrom eine große Herausforderung.

      Ich glaube das vieles auf dieser Welt auch mit Glück zu tun hat, aber auch mit Eigeninitiative. Von nichts kommt auch nichts.

      Gerechtigkeit ist ein so vielseitiger Begriff. Ich fand es nicht gerecht, anders zu sein als andere Kinder. Ich fand es nicht gerecht, das ich Krankheiten oder Fehlentwicklungen hatte, die andere nicht haben. Es war hart, aber ich bin meinen Weg gegangen.

      Für mich existiert Gerechtigkeit, menschliche Gerechtigkeit, nicht. Sondern nur eine wahre, göttliche Gerechtigkeit. Und diese besagt absolute Gleichstellung aller Menschen. Es gibt kein Arm, kein Reich, kein Klein, kein Groß, kein Stark, kein Schwach, kein Weiß, kein Schwarz, kein Frau, kein Mann. Absolute Gleichstellung. Nur ist diese Gerechtigkeit nicht menschlich und daher auf der Erde nicht fähig zu existieren, da der Mensch dazu selbst nicht fähig ist.

      Man sieht also: Mein Gerechtigkeitsdenken, meine Meinung in Bezug auf Gerechtigkeit, hat Gründe die auch tief in meiner Psyche liegen. Daher werden wir wohl nie in Bezug auf soziale Gerechtigkeit, Menschenbild etc. auf einer Linie sein.
      Da haben wir schon das Problem, ich will Gerechtigkeit haben bevor ich Tod bin, Du erst nachdem Du Tod bist und ich glaube auch das dies realisierbar ist, denn alle Menschen sind weder gut noch böse, sondern alle Menschen haben Gutes und Böses in sich, deshalb halte ich es für das Beste, wenn man die bösen Eigenschaften durch Gesetze und Verträge reguliert, das ist zwar manchmal nicht ganz einfach, aber es ist durchaus schaffbar, wenn man an das Gute, das in jedem Menschen steckt appeliert!
      Fàilte

      Benjamin O'Hara
      Original von Benjamin O Hara
      Sonntagsfrage laut den Meinungsforschungsinstituten:

      CDU/CSU 37,7% (-5,2%)
      SPD 30,4% (+1,0%)
      Linkspartei 11,0% (=)
      Grüne 10,0% (+0,8%)
      FDP 7,9% (+3,1%)
      Sonstige 3,0% (+0,3%)

      Es käme zu folgender Sitzverteilung:

      CDU/CSU 234 (-45)
      SPD 188 (-3)
      Linkspartei 68 (-3)
      Grüne 62 (+2)
      FDP 49 (+49)

      Somit kommt es nicht mehr zu einer CDU/CSU-Koalition mit der FDP, sondern es reicht nur noch für eine große Koalition.
      Rotgrünrot wär doch möglich!
      Original von Kristofer da Ripat
      Original von Benjamin O Hara
      Sonntagsfrage laut den Meinungsforschungsinstituten:

      CDU/CSU 37,7% (-5,2%)
      SPD 30,4% (+1,0%)
      Linkspartei 11,0% (=)
      Grüne 10,0% (+0,8%)
      FDP 7,9% (+3,1%)
      Sonstige 3,0% (+0,3%)

      Es käme zu folgender Sitzverteilung:

      CDU/CSU 234 (-45)
      SPD 188 (-3)
      Linkspartei 68 (-3)
      Grüne 62 (+2)
      FDP 49 (+49)

      Somit kommt es nicht mehr zu einer CDU/CSU-Koalition mit der FDP, sondern es reicht nur noch für eine große Koalition.
      Rotgrünrot wär doch möglich!