Häppchen

      *mampf mampf*

      oh..den Teller XXl ja...hm...na das hört sich ja richtig interessant an....

      ich denke..wenn man so nett gebeten wird zu probieren...na..da kann ich nicht nein sagen...

      was bietet der "Teller XXL" denn so?
      Handlung

      Der Bürokrat holt sich gerade seine allmorgendliche Breivariation.



      Ja, mein Jungchen, so lange wie icke hier das Sagen über die Stempel und Dreifachlocher hab, bleibt es so schön ordentlich wie es ist. Der Großrat (so ein verrückterAlte mit Bart) schwadroniert immer was von der Stetigkeit des Wandels und beruft sich darauf auf einen noch älteren Mann mit Bart. Woll n se wissen, wat ick davon halte? Nüscht!

      Aber nun gehn se ma nen Zentimeter zur Seite, sie blockieren den süßen Frühstücksbrei.

      Und glauben se bloß nich, dass sie nur Legende auf ihr Namensschild schreiben müssen, um bei mir bevorzugt behandelt zu werden. Könne se knicken. Ick hab Wochenende!
      mit freundlichen Grüßen
      Rainer Reisbrei
      Stellvertretender Vize Referatssachbearbeiter im Amt des Großen Rates, Abteilung Administrationsadministrierung, Referat Neubürgeraufnahme.
      Handlung

      ​betrachtet den etwas steif wirkenden Hoschi - irgendwie ein Typ Mensch, den er in Tir nicht erwartet hätte... Und dieser komische Dialekt, wo stammt das her? Seltsam. Der Ton kommt ihm auch befremdlich vor, also richtet er sich zunächst zu seiner vollen Größe auf, streicht sich durch die - mittlerweile mit ein paar hellen Strähnen durchzogenen - Haare und starrt den Menschen, der Wochenende hat, an.



      "Jungchen"? "Bevorzugt"? Mein lieber Herr Verwaltungsgehilfe, ohne meinen sagenhaften Brei würde es diese Mensa in der heutigen Form vielleicht gar nicht mehr geben. Und nein, ich will nicht wissen, was Sie von der Stetigkeit und alten Männern mit Bärten handeln, zumindest jetzt noch nicht, denn ich hatte noch keinen Kaffee.

      Sie sehen mir wie jemand aus, der genau weiß, wo es den besten Kaffee gibt und dort auch Stammkunde ist. Wie wäre es dann anstelle der vorlauten Widerworte erst einmal mit einer amtlichen Vorstellung? Ich gehe mal davon aus, dass Sie wissen, wen Sie vor sich stehen haben?

      Handlung

      geht bewusst einen Zentimeter in die andere Richtung - schließlich sieht er weit und breit keinen anderen Menschen und braucht endlich seinen Kaffee und Frühstücksbrei - und findet, dass das Wort "Legende" auf seinem Namensschild schon sehr angebracht ist. Bei dem Versuch, unauffällig sein Abzeichen als "Held der Arbeit" sichtbar zu machen, stellt er sich jedoch nicht so unauffällig an, wie er es gerne würde, was er eher schlecht mit einem gekünstelten Hüsteln zu überdecken vermag

      Nun sei'n se ma nich anjegriffn, ick beeß schon nich. Aber juti, amtliche Vorstellung ham se gesacht: Also ich, ich bin das Amt. Ich mach hier all die Arbeit damit die feinen Herren in den noch feineren Anzügen bei Festivalitäten mit Schickimickischnittchen glänzen können. Ick brauch das alles nich, ich brauch nur meinen Kaffee und juten Brei.

      Handlung

      Für eine Sekunde meint man beinahe eine menschliche Regung im Gesicht des steifen Amtsträger zu entdecken. Ein Funkeln im Augen zeigt, dass er neben seinen Stempeln noch etwas im Leben wirklich liebt: Den Reisbrei. Und nun steht doch nicht etwa der Erfinder eben jener Leibspeise vor ihm?



      Kaffee ham se gesacht, wa? Also da geb ick Ihnen einen juten Tipp: Trinken se bloß nich die Plörre hier. Die Mensa kann nichts außer Brei - den dafür immerhin weltklasse.

      Ick hab da im Amte meene kleene Kaffeeecke, da jibts nun den besten Kaffee in Droch. Die Bohnen importiere ich selbst aus Soleado und den verarbeite ich mit ganz viel Zeit und Ruhe. Also Ruhe ist immer so ne Sache, weil die Leute glauben, ich müsse im Amt für Bürger*innen immer zur Verfügung stehn... ne ne der Job wäre erträglicher ohne Menschen.
      mit freundlichen Grüßen
      Rainer Reisbrei
      Stellvertretender Vize Referatssachbearbeiter im Amt des Großen Rates, Abteilung Administrationsadministrierung, Referat Neubürgeraufnahme.
      Handlung

      Offenbar hat seine Ansprache was gebracht - der Herr mit dem Scheitel und der Krawatte gibt richtig gute Tipps und ist offensichtlich begeistert von dem legendären Brei



      Was den Kaffee angeht, stimme ich absolut zu. Der hat hier noch nie gut geschmeckt. Naja, ist halt eine Mensa und nicht das Bürgeramt, nich? ;)
      Danke für das Lob, was den Brei angeht! Ich sehe, dass einige meiner besten Kreationen - Reisbrei, Breiomelette, Fischbrei, Kartoffelbrei, Breiröllchen und Breisuppe - hier weiterhin angeboten werden. Das freut mich sehr! Bislang ist auch fast noch keiner daran verstorben, also zumindest nicht nachweislich!

      Seit wann gibt's denn hier feine Herren in feinen Anzügen und Schickimickischnittchen?
      Handlung

      Gießt ungefragt in zwei unter dem bunten Sacko mitgeführten Emaille Tassen Kaffee ein und schiebt sie seinem Breigott entgegen.



      Dat mit den Schnöseln verstehe ick och nich. Wissen se, da jibts doch Albernia, Astor und andere Kapitalistenausbeuterstaaten. Aber die Jugend die will mehr Marktwirtschaft, die will den Sozialismus aus der Verfassung streichen, dafür Geldhandel und Börsen einfügen.

      Also mir war das sympathischer, als die Jugend noch unpolitisch war ... aber wenn doch wenigstens ein paar der Alten noch kämpfen würden. Aber der Großrat zieht sich immer weiter ins Private zurück und die anderen Großen hängen nur noch auf Bildern in Parlament und Partei. Gehört werden die schon lange nicht mehr.

      Vielleicht muss das so sein, die Jugend revoltiert ja immer gegen die Alten und wenn es nicht mehr links zu revoltieren geht, dann schwenken die eben nach rechts?

      Wie schafft Pottyland, sich so lange treu zu bleiben?
      mit freundlichen Grüßen
      Rainer Reisbrei
      Stellvertretender Vize Referatssachbearbeiter im Amt des Großen Rates, Abteilung Administrationsadministrierung, Referat Neubürgeraufnahme.
      Naja, wir nehmen uns selbst nicht zu ernst und wir haben einen weisen König, der alle Vorschläge seiner Bürger ernst nimmt, abwägt, bespricht und weise Entscheidungen trifft. Und alle finden das okay so. Gut, diese "alle" sind nicht viele aktive Leute, die sich politisch oder gesellschaftlich engagieren - aber die, die es tun, finden es gut, wie es ist.

      Handlung

      bedankt sich für den Kaffee und nimmt einen Schluck



      Aber bei uns gibt's auch nichts zu revoltieren. Wenn man revoltiert und sagt "Ich will, dass dies und das passiert", dann wird darüber offen gesprochen und entweder passiert es dann oder der König sagt "Ist nicht, weil" und gut ist.

      Könnte aber auch was damit zu tun haben, dass wir sehr viel trinken und kiffen und dadurch tiefenentspannt sind... Politik ist da eher zweitrangig, das gesellschaftliche Leben steht deutlich im Vordergrund.
      Weniger Politik, jemand, der weise genug ist zu wissen, was allen am besten tut und Drogen - ja, das klingt sehr vernünftig.

      Aber mal eine Frage (frage für einen Freund), wie ist das mit der Verwaltung bei euch? Wird diese auch so herablassend behandelt wir in Tir und als Sklave verstanden, die wie ein Uhrwerk funktinieren soll, kaum Kaffeepausen hat und viel weniger verdient als Politikerinnen?

      Oder macht der König das alles selbst?

      Hach träum, wenn der Großrat mal arbeiten würde :thumbsup:
      mit freundlichen Grüßen
      Rainer Reisbrei
      Stellvertretender Vize Referatssachbearbeiter im Amt des Großen Rates, Abteilung Administrationsadministrierung, Referat Neubürgeraufnahme.
      Was ist eine "Verwaltung"?

      Wir haben Herrn MacIntosh im Einwohnermeldeamt, der einen sehr lauen Job hat zurzeit, weil sich niemand als Neubürger anmeldet.
      Im Arbeitsamt arbeitet Herr Meier, den man wirklich nur sieht, wenn jemand da irgendeinen Antrag stellt.
      Die beiden sind recht unbürokratisch und unkompliziert und ich komme gut mit ihnen klar, darum sehe ich keinen Grund dafür, dass jemand sie herablassend behandeln sollte.

      Wenn man die Polizei noch dazu zählt: Officer Hedges ist heiß und schlüpfrig, Officer Benson knallhart. Bei beiden würde man nie auf die Idee kommen, herablassend zu sein.

      Nur mit Steuerfahndern habe ich aufgrund meiner Historie so leichte Probleme.
      Handlung

      Macht eifrig Notizen



      Des is ja ma interessant. Bei Ihnen teilen sich 2 Leute meinen Job. Dieser miese Ausbeutersozialismus hier...

      ... Steuerfahndung klingt aber aufregend, so wie letztens da in diesem Film im Kino. Der eine mit der Pistole und die andere mit dem Auto. Oh das wäre etwas für mich. Sie wissen nicht zufällig, ob gerade eine Stelle offen ist?
      mit freundlichen Grüßen
      Rainer Reisbrei
      Stellvertretender Vize Referatssachbearbeiter im Amt des Großen Rates, Abteilung Administrationsadministrierung, Referat Neubürgeraufnahme.
      Da müssen Sie König Potty fragen - oder Herrn Meier von unserem Arbeitsamt. Ich habe keine Ahnung von unserem Steuersystem, darum sind ja auch diese riesigen Steuerschulden aufgelaufen - lange Geschichte.

      Aber wovon ich Ihnen etwas erzählen kann, sind Filme im Kino. Bei uns zuhause im Ultraplex sind einige neue Filme angelaufen, die entweder künstlerisch wertvoll oder total albern sind - oder beides. Da sollten Sie mal einen freien Abend verbringen! Hamm Se sowas?

      Neu

      Nö, hamwa nich.

      Also weder freie Abende noch ein Kino in Droch. Letzeres könnten Sie vielleicht beheben, oder?
      mit freundlichen Grüßen
      Rainer Reisbrei
      Stellvertretender Vize Referatssachbearbeiter im Amt des Großen Rates, Abteilung Administrationsadministrierung, Referat Neubürgeraufnahme.