Tir na nÒg beschließt ein liberaleres Parteienrecht

In der Freien Republik ist der Sozialismus tir’scher Prägung in der Verfassung verankert, so wollten die Mütter und Väter der Revolution sicherstellen, dass keine Konterrevolution wieder eine druidische oder auch eine kapitalistische Diktatur errichten. Doch was genau schützt die Verfassung? Bedeutet dies gar, dass am Ende nur die eine, die Partei der Revolution, die Sozialistische Großratspartei (SGRP) zugelassen werden darf?
Einig waren sich alle Abgeordneten des 20. Parlamentarischen Rates, das dies natürlich nicht gemeint sein kann, sondern allein der Bestand als demokratischer Sozialstaat von einer Ewigkeitsklausel geschützt ist. In der konkreten Ausgestaltung dieses Parteienrechts waren es neben den Impulsgebern der LÖS auch die SGRP und die DSP, die eigene Gesetze einbrachten. Am Ende war es die Oppositionspartei LÖS, die sich durchsetzen konnte und damit der liberalste und am stärksten offene der 3 vorliegenden Entwürfe. Demnach genügt es von heute an, wenn sich eine Partei zur Verfassung bekennt.
Auch wenn einige Stimmen nun einen Bruch mit einer pazifistischen und sozialistischen Politik befürchten, sehe andere lediglich eine Verrechtlichung der ohnehin gelebten Lebenswirklichkeit, in der es schon in den 90er Jahren durchaus liberale Parteien konstruktiv und gewinnbringend am politischen Wettbewerb teil nahmen.

Wahlergebnis der 20. Parlamentswahlen

Tir na nÒg hat gewählt. Und der erste Wahlsieger ist die Demokratie. Ein engagierter, leidenschaftlicher und ungewohnt scharfer Wahlkampf lockte 15 Bürgerinnen und Bürger an die Wahlurnen. Das sind 5 mehr als noch vor 6 Monaten – letztmalig wurde 2006 eine derartige Beteiligung erreicht. Die relative Wahlbeteiligung stieg um 16% auf 54 % (15 von 28 Bürgerinnen und Bürger). Interessant zudem, dass erstmals nicht stets beide möglichen Stimmen abgegeben wurden – und das obwohl das Angebot so bunt und breit war wie zuletzt im Jahre 2003!
Der zweite Wahlsieger ist die DSP, die bei ihrer ersten Kandidatur direkt mit 9 Sitzen ins Parlament einzieht. Addiert man die 10 Mandate der SGRP ergäbe sich eine deutliche Mehrheit für eine linke Koalition (19 von 32 Mandaten). Poltische Analytiker sind sich uneinig, ob eine solche stabile Koalition im Sinne der Rätedemokratie Tirs sein kann. In der Vergangenheit bildeten sich in Tir keine Koalitionen, sondern jedes Gesetzesvorhaben wurde ohne Ansinnen des Antragssteller von allen Fraktionen unabhängig beraten und abgestimmt.
Deutliche Verluste mussten die LÖS und LA verbuchen, die beide zuletzt jeweils einen Generalrat stellten. Der dritte noch amtierende Generalrat Angus McFadden konnte sein Ergebnis halten.
Spannend wird nun in jedem Falle die Regierungsbildung, das Amt des Großen Rates wird die Aussprache hierzu noch heute einleiten, um zeitnah eine handlungsfähige Regierung ernennen zu können.

Die Ergebnisse der 20. Parlamentswahlen im Detail:
Abgegeben wurden 28 Stimmen (+8) von 15 Wählerinnen und Wählern (+5).
Mit 6 Stimmen erzielte Fedor Susnik (DSP) das beste Ergebnis. Jeweils 4 Stimmen entfielen auf Angus McFadden (parteilos) und den Großrat (SGRP). Cécile Jonsdottir (LÖS) erhielt 3 Stimmen. 2 Stimmen erreichten Caoimhe und Alfie Jarlath (beide SGRP), Cerche Abongi (LÖS), Cara Collins (LA) sowie Karl Hütter (DSP). Mit einer Stimme zieht Owen McCoy (LA) in den Parlamentarischen Rat ein.
Dem neuen Parlament gehören in der neuen Legislatur nun 10 statt bisher 8 Abgeordnete an. Neu dabei sind die beiden Politiker der neuen DSP. Für den Großrat ist es die 15. Legislatur. Cécile schafft den Einzug zum 8. mal. Im Parlament gibt es aufgrund des komplexen Wahlsystems 1 Überhangmandat.

Ergebnis nach Parteien:
SGRP 8 Stimmen (+3) 29% (+4%) 10 Mandate (+1)
DSP 8 Stimmen (neu) 29% (neu) 9 Mandate (neu)
LÖS 5 Stimmen (-1) 18% (-12%) 5 Mandate (-5)
Parteilos 4 Stimmen (=) 14% (-6%), 5 Mandate (-1)
LA 3 Stimmen (-2) 11% (-14%) 3 Mandate (-5)

Stimmen im 20. Parlamentarischen Rat:
Fedor Susnik (DSP) 7 (neu)
DalaiSidd (SGRP) 6 (+2)
Angus McFadden 5 (-1)
Cécile Jonsdottir (LÖS) 3 (-2)
Caoimhe Jarlath (SGRP) 2 (-1)
Cara Collins (LA) 2 (-3)
Cerche Abongi (LÖS) 2 (-3)
Alfie Jarlath (SGRP) 2 (=)
Karl Hütter (DSP) 2 (neu)
Owen McCoy (LA) 1 (-2)

Alle Statistiken hierzu unter: http://freie-republik.info/politik/parlamentarischer-rat/

Neujahrsansprache des Großrates: Helden der Arbeit 2016 gekürt

Mit dem Beginn des Neuen Jahres endet die fhéile nan cara und so beginnt für uns alle morgen wieder der Arbeitsalltag. Traditionell möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um einige Worte des Dankes und des Ansporns zu sprechen. Zuletzt möchte ich verraten, wer in diesem Jahr den höchsten Orden der Freien Republik erhalten soll.

Ich wünsche Euch allen in diesen lauten und stürmischen Zeiten die innere Ruhe, um besonnen in die Zukunft blicken und den Augenblick genießen zu können. Heute ist der passende Ort und die Zeit, Euch ein frisches Fass Uisge Beatha zu zapfen und Euch allen für eure Mitarbeit und Freundschaft zu danken. Im letzten Jahr ist es uns gelungen, persönliche Zwistigkeiten vollkommen auszublenden und gemeinsam zu arbeiten und füreinander da zu sein. Der Parlamentarismus wurde gut angenommen, auch wenn der Weg der Repolitisierung Tirs sicher noch lange nicht am Ende ist. Und so darf ich auch in diesem Jahr das weltbekannte Zitat Großrat Axels zitieren: „Stillstand ist Rückschritt“!
Unsere vergleichlos lange Tradition verpflichtet uns, verpflichtet uns zu Zusammenhalt, verpflichtet uns anderen die Hand auszustrecken und die Kräfte des Internationalismus, des Pazifismus und der Solidarität aller für alle zu unterstützen und zu beleben!

Und das tolle daran ist doch, dass wir es gar nicht alles selbst erfinden müssen, wir müssen nur in Dankbarkeit und Demut die Angebote anderer annehmen, die so freundlich und selbstlos auf uns zugehen und sich als Botschafter vorstellen, doch eigentlich wie der Weihnachtsmann mit dem Sack voller Geschenke auf uns zugekommen sind. Aus einem Besuch entwickelten sich so viele Initiativen und Ideen, Hilfestellungen und allem voran das wohltuende Gefühl offener Herzlichkeit. Auf Antrag von Cécile Jonsdottir wird als Zeichen der Erkenntlichkeit aller Bürgerinnen und Bürger der Freien Republik Gaius Flavius Gratianus aus Ladinia der höchste Orden Tir na nÒgs vergeben – Der Held der Arbeit 2016!

Auch wenn gern gemeckert wird, ich würde zu oft in Nostalgie schwelgen, so kann ich einfach nicht anders als mich immer wieder an die Menschen zu erinnern, die als Gast mal kurz nach Tir kamen und dann geblieben sind und zum unverzichtbaren Teil unserer Gemeinschaft wurden, ich denke da sofort an LordReis oder in jüngerer Vergangenheit an DeRossi (beides selbstverständlich Träger dieses Ordens). Und auch 2016 kam ein junger Botschafter nach Tir. Er wollte Hohenfriedberg vertreten und ohne auch nur eine Gegenleistung zu erhoffen, machte er sich sofort daran, uns zu helfen und füllte die große technisch-kreative Lücke in unserer Runde. Und mehr noch, seine Musik ließ die alten Knochen des Großrates freudig zappeln. Ich bin dankbar, dass er sich uns angeschlossen hat und hoffentlich noch lange bereichert. Und so vergebe ich den zweiten Orden in diesem Jahr an Karl Hütter.

Ihnen und Euch wünsche ich ein gutes, gesundes und glückliches Neues Jahr!

Wahlergebnis der 19. Parlamentswahlen

Tir na nÒg hat gewählt. Nach der, nach Ansicht vieler Kenner des politischen Systems Tir na nÒgs, erfolgreichsten und harmonischsten Wahlperiode seit fast zehn Jahren waren 25 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger der Freien Republik aufgerufen, den 19. Parlamentarischen Rat zu wählen. Zehn Bürger*innen nahmen ihr Wahlrecht wahr (zuletzt 8) und damit relativ zu der stark gestiegenen Einwohnerzahl weniger als zuletzt im März. Der Großrat bedauerte eine in seinen Augen enttäuschende Wahlbeteiligung und wies darauf hin, dass es nicht ausreiche, eine politische Klasse zu haben, die sich jeweils selbst wählt.
Somit fällt es auch schwer, einen echten Wahlsieger zu benennen. Beachtenswert sind die vier Stimmen für den parteilosen Angus McFadden. Zudem gab es leichte Wählerwanderungen von der Linken Alternative zur Sozialistischen Großratspartei. Die Liberalökologen stellen nunmehr die stärkste Fraktion.
Spannend wird die Regierungsbildung, hierbei wird laut Insiderverlautbarungen von einem erneuten Dreierbündnis auszugehen sein.
Die Ergebnisse der 19. Parlamentswahlen im Detail:
Abgegeben wurden 20 Stimmen von 10 Wählerinnen und Wählern (+4/+2).
Mit 4 Stimmen erzielte Angus McFadden das beste Ergebnis. Jeweils 3 Stimmen entfielen auf Cécile Jonsdottir und Cerche Abongi (beide LÖS) sowie Cara Collins (LA). 2 Stimmen erreichten Owen McCoy (LA) sowie Caoimhe Jarlath und den Großrat (beide SGRP). Mit einer Stimme zieht mit Alfie Jarlath (SGRP) der vielleicht jüngste Abgeordnete aller Zeiten in den Parlamentarischen Rat ein.
Dem neuen Parlament gehören in der neuen Legislatur nun 8 statt bisher 6 Abgeordnete an. Neu dabei sind die beiden aus der Familie Jarlath. Im Parlament gibt es aufgrund des komplexen Wahlsystems erneut 2 Überhangmandate.
Ergebnis nach Parteien:
LÖS 6 Stimmen (+1) 30% (-1) 10 Mandate (=)
LA 5 Stimmen (=) 25% (-6) 8 Mandate (-2)
SGRP 5 Stimmen (+2) 25% (+6%) 9 Mandate (+2)
Parteilos 4 Stimmen (+1) 20% (+1), 6 Mandate (=)
Stimmen im 19. Parlamentarischen Rat:
Angus McFadden 6 (=)
Cara Collins (LA) 5 (+1)
Cerche Abongi (LÖS) 5 (+1)
Cécile Jonsdottir (LÖS) 5 (-1)
DalaiSidd (SGRP) 4 (-3)
Caoimhe Jarlath (SGRP) 3 (+3)
Owen McCoy (LA) 3 (-3)
Alfie Jarlath (SGRP) 2 (+2)
Alle Statistiken hierzu bald unter: Parlamentsarchiv

Wegen Umbau geöffnet…

Die Freie Republik – Heimat von Idealisten, Träumerinnen, Weltflüchtlern, Fußballfanatikerinnen und allen, die eine bessere Anderswelt gemeinsam gestalten wollen – sucht dich!

Wahlergebnis der 18. Parlamentswahlen

Tir na nÒg hat gewählt. Nach einem heißen Herbst und der Teilung der SGRP stürzte die Partei des Großrates in der Wählergunst ab. Die Wahl gewonnen haben die Linke Alternative sowie die Liberalökologen. Beachtenswert ist der Erfolg des parteilosen Einzelbewerbers Angus McFadden, der allein so viele Stimmen erhielt wie die SGRP, immerhin die älteste Partei Tirs.
Zufriedenstellend könnte man die Wahlbeteiligung bezeichnen, denn diese entspricht exakt den Werten von vor 4 Monaten. Die Hoffnungen auf eine Belebung bestätigten sich jedoch nicht.

Die Ergebnisse der 18. Parlamentswahlen im Detail:

Abgegeben wurden 16 Stimmen von 8 Wählerinnen und Wählern (+/- 0).

Jeweils 3 und damit am meisten Stimmen empfiehlen auf den amtierenden Generalrat Owen McCoy (LA), Cécile Jonsdottir (LÖS), Angus McFadden sowie den Großrat. Cara Collins (LA) und Cerche Abongi (LÖS) erhielten jeweils 2 Stimmen. Der zweite zur Wahl stehende Generalrat Jamie McCoin (SGRP) verpasste dem erstmaligen Einzug in den PR.
Dem neuen Parlament gehören damit nur noch 6, statt bisher 8 Abgeordnete an.

Ergebnis nach Parteien:
SGRP 3 Stimmen (- 3) 18,75 % (-18,75%) 7 Mandate (-6)
LÖS 5 Stimmen (+/-0) 31,25 % (+/-0) 10 Mandate (+1)
LA 5 Stimmen (+/-0) 31,25 % (+/-0) 10 Mandate (+1)
Parteilos 3 Stimmen (neu) 18,75 % (neu), 6 Mandate (neu)

Stimmen im 17. Parlamentarischen Rat:
DalaiSidd (SGRP) 7 (+2)
Cerche Abongi (LÖS) 4 (-1)
Cécile Jonsdottir (LÖS) 6 (+4)
Owen McCoy (LA) 6 (+2)
Cara Collins (LA) 4 (-1)
Angus McFadden 6 (+6)

Für den Großrat ist es die 13. Legislatur. Cécile schafft den Einzug zum 6. mal. Einziger Neuling ist Angus McFadden. Alle anderen waren bereits Mitglieder im letzten Parlamentarischen Rat. Das Parlament vergrößert sich aufgrund des komplexen Wahlsystems auf 33 Sitze, die jedoch von nur noch 6 (-2) Politiker*innen besetzt werden.
Alle Statistiken hierzu bald unter: http://freie-republik.info/politik/parlamentarischer-rat/

Spannend wird nun die Suche nach einer neuen Koalition, die amtierende LA und SP Koalition hat keine Mehrheit mehr. Politische Kommentatoren sprechen von der notwendigen Aussöhnung von LA und LÖS, ohne die keine tragfähige Regierung zu Stande kommen dürfte. Noch hat der Großrat keiner Partei einen Regierungsauftrag erteilt.

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